Was sind Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen? | ClimatePartner (2023)

Die Grundlage für eine effiziente Klimaschutzstrategie ist die präzise Berechnung der eigenen CO2-Emissionen und ein genaues Verständnis der verschiedenen Emissionsquellen. Denn das, was Sie nicht erfassen, lokalisieren und messen können, werden Sie auch nicht lenken können.

Dies kann für Unternehmen zwar sehr herausfordernd sein, ist aber ein entscheidender Schritt, um Klimaschutzziele zu setzen, zu erreichen und den eigenen Beitrag zum Klimawandel zu mindern. Dieser Leitfaden erläutert, wie Sie die wesentlichen Emissionsquellen Ihres Unternehmens identifizieren und in Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen kategorisieren.

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung des ausführlichen Leitfadens zur Senkung der Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen.

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(Video) Was sind Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen?

Die internationale Gemeinschaft hat längst erkannt, dass die Treibhausgas-Emissionen weltweit reduziert werden müssen, um die Erderwärmung zu stoppen. Mit dem Kyoto-Protokollvon 1997 einigten sich die Staaten erstmals in der Geschichte auf verbindliche Ziele und Maßnahmen zum Kampf gegen den Klimawandel. Dieses Übereinkommen bildete die Basis für das Greenhouse Gas (GHG) Protokoll.

Was ist das Greenhouse Gas (GHG) Protokoll?

Das GHG-Protokoll wurde 1998 auf eine gemeinsame Initiative des World Resources Institute und des World Business Council for Sustainble Development aus der Notwendigkeit heraus hin gegründet, einen einheitlichen Rahmen für die Berechnung von Treibhausgasen zu schaffen. Das GHG Protokoll beinhaltet eine globale Standardreihe für die Erfassung und Verwaltung von Treibhausgas-Emissionen für Unternehmen und den öffentlichen Bereich. Darüber hinaus umfasst es Richtlinien und Vorgaben, die es Unternehmen ermöglichen, eine Bestandsaufnahme ihrer Treibhausgas-Emissionen vorzunehmen und dabei auch den sogenannten Corporate Carbon Footprint zu berechnen.

Der Corporate Carbon Footprint (CCF) beschreibt die Gesamtmenge an Treibhausgas-Emissionen (einschließlich der CO2-Emissionen), die direkt oder indirekt durch die Geschäftstätigkeit Ihres Unternehmens entstehen. Der CCF verschafft Ihnen einen Überblick darüber, wo genau innerhalb Ihrer betrieblichen Prozesse und Wertschöpfungskette Treibhausgas-Emissionen entstehen und wie hoch diese sind. Somit sammeln Sie Daten, anhand derer Sie sich Reduktionsziele setzen können. Denn diese drastisch zu mindern, ist ein entscheidender Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. Doch warum ist es so wichtig, dass Ihr Unternehmen die eigenen Treibhausgas-Emissionen reduziert und langfristig komplett vermeidet?

Um zu verstehen, warum die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen ein grundlegender Bestandteil einer wirksamen Klimaschutzstrategie ist, muss man sich zunächst ihren Beitrag zum fortschreitenden Klimawandel bewusst machen.

Wie tragen Treibhausgase zum Klimawandel bei?

Treibhausgase ist der Oberbegriff für verschiedene Arten von Gasen, die Wärme in der Atmosphäre binden. Diese Gase absorbieren die Sonnenstrahlung und verhindern, dass die aufgenommene Energie schnell ins Weltall entweichen kann. Daher wirken Treibhausgase wie eine Lufthülle bzw. eine Isolationsdecke über der Erde. Diese Wirkung wird Treibhauseffekt genannt.

Der Treibhauseffekt ist ein natürliches Phänomen, ohne ihn gäbe es kein Leben auf der Erde. Denn er sorgt für Wärmespeicherung in der Atmosphäre und verhindert ein Einfrieren des Planeten. Allerdings haben Menschen über Generationen hinweg den Treibhausgaseffekt aus dem Gleichgewicht gebracht.

Laut dem 6. Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPPC) haben menschliche Aktivitäten, wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe oder die Abholzung von Wäldern, dazu geführt, dass sich das Klima in einem Maße erwärmt hat, wie seit zweitausend Jahren nicht mehr. Durch menschliche Einflüsse sind enorme Mengen an Treibhausgasen zusätzlich zu den natürlich vorkommenden in die Atmosphäre gelangt. Diese haben die Erderwärmung und den Klimawandel beschleunigt. Aus diesem Grund schreibt das Pariser Klimaabkommen als globale Verantwortung fest, die Treibhausgas-Emissionen zu senken und den weltweiten Temperaturanstieg bis 2050 auf 1,5 Grad Celsius gegenüber den vorindustriellen Werten zu begrenzen.

(Video) What are scope 1, 2, and 3 emissions?

Es gibt unterschiedliche Arten von Treibhausgasen, deren Beitrag zum Klimawandel anhand zweier Merkmale gemessen wird: Erstens anhand ihrer Fähigkeit, Energie aufzunehmen – dem sogenannten Strahlungsantrieb – und zweitens anhand ihrer Lebensdauer, also der Zeit, die sie in der Atmosphäre verweilen. Entsprechend fällt der Beitrag der Treibhausgase zum Klimawandel unterschiedlich aus. Um die obengenannten Merkmale zu bestimmen, wurde das sogenannte Treibhauspotenzial (Global Warming Potential (GWP)) als wissenschaftliche Maßzahl entwickelt.

Wie messen Sie Ihren Beitrag zum Klimawandel?

Das Treibhauspotenzial ist eine Einheit zur Messung des relativen Strahlungsantriebs eines Treibhausgases im Vergleich zu anderen Treibhausgasen. Sie gibt an, wie viel eine bestimmte Menge eines Treibhausgases im Vergleich zur gleichen Menge Kohlendioxid (CO2) über einen bestimmten Zeithorizont von 20 bis 500 Jahren zum Treibhauseffekt beiträgt. Sie wird daher auch als Kohlendioxid-Äquivalent bzw. CO2-Äquivalent (CO2e) bezeichnet.

Da nicht alle Treibhausgas-Emissionen in gleichem Maße zum Treibhauseffekt beitragen, dient das Treibhauspotenzial dazu, den Beitrag einzelner Treibhausgase zur globalen Klimaerwärmung über einen bestimmten Zeitraum im Verhältnis zu einer Tonne CO2-Emissionen zu vergleichen. Die Umrechnung in CO2-Äquivalente ermöglicht die Vergleichbarkeit und Verrechnung der unterschiedlichen Treibhausgas-Emissionen. Folgendes Beispiel verdeutlicht diesen Aspekt:

Den Treibhausgasen CO2, Methan und Distickstoffmonoxid wird der größte Beitrag zum Klimawandel zugeschrieben. Ein Vergleich der Klimawirkung dieser Treibhausgase ergibt folgendes Ergebnis: Während Methan ungefähr 12 Jahre und Distickstoffmonoxid rund 109 Jahre in der Atmosphäre verbleibt, hat CO2 eine Verweildauer von mehreren tausend Jahren.Über einen Zeitraum von 100 Jahren gemessen, ist Methan rund 28-mal und Distickstoffmonoxid 273-mal stärker als CO2.

Entsprechend erfolgt die Berechnung des Corporate Carbon Footprint (CCF) Ihres Unternehmens. Je nach Aktivität können innerhalb Ihres Betriebs und entlang Ihrer Wertschöpfungskette mehrere unterschiedliche Treibhausgase emittiert werden. Diese werden in Tonnen CO2e erfasst. Die Berechnung Ihres CCF ermöglicht es Ihnen, Ihren Beitrag zum Klimawandel zu analysieren. Um Reduktionsmaßnahmen zu implementieren, ist es wichtig, die einzelnen CO2-Emissionen korrekt zu verstehen und einordnen zu können.

Was sind Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen?

DerGHG Protocol Corporate Standard kategorisiert Treibhausgas-Emissionen, die mit dem Corporate Carbon Footprint eines Unternehmens in Verbindung stehen, als Scope 1-, Scope 2-, und Scope 3-Emissionen. Diese Geltungsbereiche betreffen jedoch nicht den Product Carbon Footprint (PCF); dieser beschreibt die Gesamtmenge an Treibhausgas-Emissionen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung über verschiedene Phasen des Lebenszyklus verursacht.

Das Scope-Konzept selbst stammt aus dem Projektmanagement und bezieht sich auf alle Prozesse und Ressourcen, die zur Fertigstellung eines Projekts erforderlich sind. Laut dem GHG Protocol dient diese Kategorisierung im Wesentlichen dazu, Quellen von direkten und indirekten Emissionen zu unterscheiden und sicherzustellen, dass zwei oder mehr Unternehmen nicht Emissionen im selben Geltungsbereich erfassen. Wie also unterscheiden sich Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen?

(Video) Was sind GHG Scopes? | Scope 1, 2 und 3 für die CO2-Bilanz deines Unternehmens

1. Scope 1 – direkte Emissionen

Scope-1-Emissionen sind Emissionen aus Quellen, die direkt von Ihrem Unternehmen verantwortet oder kontrolliert werden. Dazu gehören Emissionen aus Energieträgern an Ihrem Standort, wie Erdgas und Brennstoffe, Kühlmittel, sowie Emissionen durch den Betrieb von Heizkesseln und Öfen, die von Ihrem Unternehmen verantwortet oder kontrolliert werden. Unter Scope 1 fallen auch Emissionen des eigenen Fuhrparks (z. B. Autos, Lieferwagen, Lkw, Helikopter für Krankenhäuser).

Im Gegensatz zu direkten Emissionen definiert das GHG Protocol indirekte Emissionen als Folge der Geschäftstätigkeit des betreffenden Unternehmens, die jedoch aus Quellen stammen, die einem anderen Unternehmen gehören oder von diesem kontrolliert werden. Dazu gehören die sogenannten Scope 2- und Scope 3-Emissionen. Das GHG Protocol trifft jedoch eine eindeutige Unterscheidung zwischen diesen beiden Geltungsbereichen.

2. Scope 2 – indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie

Laut dem GHG Protocol stellen Scope 2-Emissionen eine der größten Quellen der insgesamt weltweiten Treibhausgas-Emissionen dar. Dementsprechend bietet die Messung und Berechnung der Scope 2-Emissionen eine erhebliche Chance zur Emissionsminderung. Doch welche Emissionen fallen in diesen Bereich?

Scope-2-Emissionen sind indirekte Treibhausgas-Emissionen aus eingekaufter Energie, wie Strom, Wasserdampf, Fernwärme oder -kälte, die außerhalb Ihrer eigenen Systemgrenzen erzeugt aber von Ihrem Unternehmen verbraucht werden. Beispielsweise wird Strom, der von einem Versorgungsunternehmen eingekauft wird, außerhalb erzeugt, sodass die dadurch entstehenden Emissionen als indirekte Emissionen gelten.

Wenn Ihr Unternehmen selbst Energie aus Quellen erzeugt, die von ihm verantwortet oder kontrolliert werden, gelten die damit verbundenen Emissionen als direkte Scope 1-Emissionen. Dasselbe gilt für Unternehmen wie Stromversorger oder -anbieter, die über eigene Anlagen zur Stromerzeugung verfügen und den erzeugten Strom vollständig in das lokale Stromnetz einspeisen. Die Treibhausgas-Emissionen aus diesen Anlagen werden unter den Scope 1-Emissionen erfasst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Geltungsbereich Scope 2 nur indirekte Emissionen umfasst, die durch die Erzeugung von eingekaufter Energie entstehen. Sonstige Emissionen aus der Produktion und Verarbeitung vorgelagerter Brennstoffe oder der Verteilung von Energie in einem Netzwerk werden unter Scope 3 erfasst.

3. Scope 3 – indirekte Emissionen innerhalb der Wertschöpfungskette

Scope 3 umfasst alle indirekten Emissionen, die entlang Ihrer Wertschöpfungskette entstehen. Um eindeutig zwischen den Geltungsbereichen Scope 2 und Scope 3 zu unterscheiden, beschreibt die US Enviromental Protection Agency (EPA) Scope 3-Emissionen als „das Ergebnis von Aktivitäten aus Anlagen, die nicht im Besitz Ihres Unternehmens sind oder von ihm kontrolliert werden, aber Ihr Unternehmen diese Aktivitäten innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette unmittelbar beeinflusst.“

(Video) Scope 1, 2, and 3 Emissions explained | Climate Now Mini Video 01

Obwohl diese Emissionen nicht von Ihrem Unternehmen kontrolliert werden, können sie durchaus den größten Anteil an Ihren Treibhausgas-Emissionen ausmachen.

Auf Grundlage der finanziellen Transaktionen des berichtenden Unternehmens unterscheidet das GHG Protocol bei den Scope 3-Emissionen zwischen vor- und nachgelagerten Emissionen:

Vorgelagerte Emissionen umfassen die indirekten Treibhausgas-Emissionen innerhalb der Wertschöpfungskette eines Unternehmens, die in Verbindung mit eingekauften Waren (materiellen Gütern) und Dienstleistungen (immateriellen Gütern) stehen.

Nachgelagerte Emissionen sind die indirekten Treibhausgas-Emissionen innerhalb der Wertschöpfungskette eines Unternehmens, die in Verbindung mit dessen verkauften Waren und Dienstleistungen stehen und entstehen, nachdem sie den Besitz oder die Kontrolle des betreffenden Unternehmens verlassen haben.

Welche Anforderungen stellt das GHG Protocol an Ihr Unternehmen?

Das GHG Protokoll schreibt vor, alle Scope 1- und Scope 2-Emissionen zu bilanzieren. Die Bilanzierung von Scope 3-Emissionen ist laut GHG Protokoll zwar optional, für ganzheitlichen Klimaschutz jedoch unausweichlich.

Die Erfassung und genaue Berechnung von Treibhausgasen, die innerhalb der Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens entstehen, aber nicht von Ihnen kontrolliert werden, kann eine erhebliche Herausforderung darstellen. Denn aufgrund der zahlreichen beteiligten Akteure und Prozesse handelt es sich häufig um komplexe und aufwändige Aufgaben.

Ein erfahrener Partner kann Sie bei der Reduzierung Ihrer Scope 3-Emissionen unterstützen, indem er Ihnen mit einem Screening hilft, zu bestimmen, wo die Emissionen innerhalb Ihrer Wertschöpfungskette entstehen und worauf Sie Ihre Reduktionsmaßnahmen konzentrieren sollten. Zudem erhalten Sie Unterstützung bei der Erhebung eines umfassenden Treibhausgasinventars einschließlich aller Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen. Schließlich werden Sie ausführlich beraten, wie Sie Ihren CO2-Fußabdruck und Ihren Beitrag zum Klimawandel reduzieren und langfristig den Übergang zu einer Net Zero Economy schaffen.

(Video) Greenhouse Gas Protocol | Treibhausgasprotokoll | Scope 1 | Scope 2 | Scope 3 | Klimaneutralität

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FAQs

What is the difference between Scope 1 2 and 3 emissions? ›

Definitions of scope 1, 2 and 3 emissions

Essentially, scope 1 and 2 are those emissions that are owned or controlled by a company, whereas scope 3 emissions are a consequence of the activities of the company but occur from sources not owned or controlled by it.

What are Scope 1 Scope 2 and Scope 3 GHG emissions? ›

Scope 1 is what you burn; scope 2 is energy you buy; and scope 3 is everything beyond that. While scope 1 and scope 2 emissions might be the easiest to measure, tracking what is often the largest culprit of a company's carbon footprint—scope 3 emissions—tend to be more nebulous.

What is the difference between Scope 1 and Scope 2 emissions? ›

Scope 1 emissions are direct emissions from owned or controlled sources. Scope 2 emissions are indirect emissions from the generation of purchased energy.

Who has to report Scope 1 and 2 emissions? ›

Businesses must monitor and report their CO2 emissions, which is the key first step in reducing them. To do so, companies must classify their carbon footprint in three scopes. Read more: The benefits of monitoring carbon emissions for a business.

Is commuting a Scope 3 emission? ›

Emissions from transportation of employees to and from work are accounted for in scope 3, category 7 (Employee commuting). See table 6.1. Other modes of travel.

Who came up with Scope 1 2 and 3 emissions? ›

The Scope 1, 2 and 3 system has been developed by the Greenhouse Gas Protocol. Dividing emissions into three groups is intended to help measure progress in making the huge reductions that are needed to limit global temperature rises to well below 2°C – the central aim of the Paris Agreement.

Is natural gas scope 1 or 2? ›

Natural gas is the most common source of Scope 1 emissions. It is commonly used to generate electricity both by power companies and by large manufacturing companies. Other commercial uses include, heating, road transportation and in the manufacture of a range of products such as glass, steel and plastics.

What is Scope 1 emissions? ›

Scope 1 emissions are direct greenhouse (GHG) emissions that occur from sources that are controlled or owned by an organization (e.g., emissions associated with fuel combustion in boilers, furnaces, vehicles).

Is gas a scope 1 emissions? ›

Scope 1 includes all direct emissions that are generated from sources that are directly owned or controlled by an organisation. These include the use of natural gas at local or international sites, using liquid fuels to run a fleet of owned vehicles, or gases leaking from air-conditioning and refrigeration units.

What is included in Scope 3 emissions? ›

Scope 3 emissions are the result of activities from assets not owned or controlled by the reporting organization, but that the organization indirectly affects in its value chain. Scope 3 emissions include all sources not within an organization's scope 1 and 2 boundary.

What are Scope 3 emissions examples? ›

But what makes up scope 3? Essentially, all the emissions indirectly generated by a business: business travel, employee commutes, waste, purchased goods and services, the goods you produce, end-of-life disposal of your products, transportation, distribution, and more.

Why is Scope 3 emissions important? ›

Reporting of Scope 3 emissions protects investors

For instance, federal, state, and local restrictions or fees on fossil fuel combustion could affect a firm's inputs from up the supply chain or their ability to sell products for use down the supply chain.

Is it mandatory to report Scope 3 emissions? ›

Under the U.S. Securities and Exchange Commission (SEC)'s March 2022 climate-related rule proposal, many companies would be required to disclose their Scope 3 emissions on a mandatory basis for the first time, as early as for fiscal year 2024.

Do companies care about Scope 3 emissions? ›

Scope 3 emissions are probably the greatest amount of emissions that companies produce indirectly, so it will be important for brands to achieve their sustainability goals, with the benefits to wider society of a greener business environment.

Are companies responsible for Scope 3 emissions? ›

Among those companies reporting on full scope 3 emissions, scope 3 emissions constituted on average 89% of total reported company emissions (scopes 1+2+3).
...
Table 2: Companies that report on scope 3 emissions from purchased goods and services.
Anheuser-BuschMars Inc.
KelloggSaputo Inc.
Kraft Heinz Co.Unilever U.S.
5 more rows

Is waste Scope 1 or Scope 3? ›

Emissions associated with waste sent to landfills and wastewater treatment are categorized under Scope 3 emissions as well. Waste disposal can also emit other GHGs such as methane and nitrous oxide which cause greater damage than CO2 emissions.

Is gas Scope 2 emissions? ›

Scope 2 greenhouse gas emissions are the emissions released to the atmosphere from the indirect consumption of an energy commodity. For example, 'indirect emissions' come from the use of electricity produced by the burning of coal in another facility.

How to reduce Scope 3 emissions? ›

Companies can reduce their Scope 3 emissions by choosing which materials or vendors they rely on, making informed transportation decisions, or encouraging their suppliers to reduce their own emissions. The steps to reduce Scope 3 emissions vary based on where in the value chain the emissions are produced.

When did Scope 1 2 3 emissions start? ›

Scope 1, 2, and 3 emissions is a classification system used to bucket greenhouse gas emissions (GHGs) exerted by an organization, to help measure, manage and reduce business emissions. This scope 1, 2, and 3 emission system first appeared in the 2001 Greenhouse Gas Protocol.

Is there scope 4 emissions? ›

Scope 4 emissions are the avoided emissions happening outside of a product's life cycle or value chain. Integrating it is crucial when an investor prefers a holistic approach on a firm's contribution to Paris Agreement climate goals.

Can you offset Scope 3 emissions? ›

As Scope 3 emissions are often far more difficult to reduce than Scope 1 and 2 emissions, offsetting provides an excellent opportunity to immediately reduce your business's overall climate impact as a complement to a longer term strategy for reducing these emissions.

Does net zero include scope 3? ›

The boundary of a Net Zero target includes global scope 1, 2 and 3 emissions of the organisation, whereas carbon neutrality for an organisation only requires scope 1 and 2, with scope 3 emissions encouraged but not mandatory.

Can you offset Scope 2 emissions? ›

Even the most energy efficient businesses struggle to eliminate all Scope 2 emissions, as everyone needs to use electricity. Carbon offsetting allows you to neutralize your Scope 2 emissions by supporting projects that avoid or reduce carbon emissions elsewhere.

How much of emissions is scope 3? ›

As Scope 3 emissions usually account for more than 70 percent of a business' carbon footprint, it is crucial that companies tackle Scope 3 emissions to meet the aims of the Paris Agreement and limit global warming to 1.5°C.

Is Scope 3 required? ›

While reporting on Scope 3 isn't yet a U.S. mandate (but could be later this year should the current version of the SEC climate disclosures proposal become a rule), it is a requirement of the Science Based Target initiative's (SBTi) Net Zero standard, which more than 3,000 organizations globally are affiliated with.

Are refrigerants Scope 1? ›

Scope 1 emissions also include gases released from refrigerants in commercial cooling equipment like air conditioners and refrigerators, fire suppression systems, and certain industrial chemicals and processes.

Is business travel scope 1 or 3? ›

Examples of upstream Scope 3 emissions sources are; business travel by means not owned or controlled by an organisation, waste disposal and purchased goods & services. Examples of downstream Scope 3 emissions sources are; processing of sold products, use of sold products and the end-of-life treatment of sold products.

Who needs to report Scope 3 emissions? ›

Unquoted companies are not yet required to report on their Scope 3 emissions under SECR. However, Government guidelines around SECR 'strongly encourage' all businesses affected by SECR to voluntarily report on their Scope 3 emissions, especially where it is a material source of emissions.

Who reports Scope 3 emissions? ›

But scope 3 emissions are an important source of climate-related financial risk across the business value chain and should be reported by all registrants under the SEC proposed climate disclosure rule.

What are Scope 2 emissions examples? ›

Scope 2 emissions are generally defined as purchased emissions. Examples of Scope 2 emissions include electricity or natural gas that's purchased from a local power utility to power a building or facility, as well as: Energy consumption and usage for offices and sites that's purchased from a utility.

What are the 4 types of emissions? ›

There are many sources of emissions. These have been grouped into four categories: point, mobile, biogenic, and area. Point sources include things like factories and electric power plants.

How do you address scope 2 emissions? ›

For most companies, emissions from purchased electricity, steam, heating, and cooling (termed “scope 2” emissions) represent a significant emission source and operational cost. To reduce these emissions, companies typically turn to energy conservation, efficiency upgrades, and low-carbon electricity supply.

Are Scope 3 emissions the largest? ›

When it comes to reducing a company's Scope 3 greenhouse gas emissions, supply chain managers face a daunting task. Scope 3 emissions are both large (making up 65–95% of most companies' carbon impact) and indirect—a consequence of a company's activities outside its direct control.

What's included in Scope 3 emissions? ›

Scope 3 emissions categories include:
  • purchased goods and services.
  • capital goods.
  • fuel- and energy-related activities.
  • transportation and distribution.
  • waste generated in operations.
  • business travel.
  • employee commuting.
  • leased assets.

Videos

1. Was sind die Scope 1, 2 und 3 Emissionen?
(Leading Tech)
2. Q6 - What are scope 1, 2 and 3 emissions?
(Driving Net Profit with Zero Emissions)
3. Betrieblicher CO2-Footprint: So bilanzieren Sie Scope-3-Emissionen
(Unternehmensnetzwerk Klimaschutz)
4. The Greenhouse Gas Protocol Part 3: Scope 3 Categories Explained
(VitalMetrics)
5. 5 Steps to Net Zero I ClimatePartner
(ClimatePartner)
6. CO2 Footprint ermitteln ++ Das Greenhouse Gas Protocol hilft dir ++ Erfahre hier die Möglichkeiten
(audithilfe+ | Integrierte Managementsysteme)
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Author: Terrell Hackett

Last Updated: 02/21/2023

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